Am späten Sonntagnachmittag traten die Spielerinnen des Teams Stuttgart zum Stadtderby in Sillenbuch an und konnten in einem hart umkämpften Spiel die zwei Punkte mit nach Hause nehmen.
Das Team Stuttgart startete gut und lag nach 12 gespielten Minuten mit 4:6 in Führung. Mit einer kompakten, beweglichen Abwehr und dem schnellen Spiel vorne im Angriff
verschaffte man sich einige Torgelegenheiten und hatte so das Spiel weitestgehend im Griff. Nach der Hälfte der ersten Halbzeit schlichen sich jedoch erste
Ermüdungserscheinungen ein. Durch das lange Angriffsspiel des Gegners war die Belastung in der Abwehr sehr hoch, in der Folge kam man selbst zu weniger Torchancen und leistete sich auch einige Fehlwürfe und technische Fehler. Die Gastgeberinnen wussten dies zu nutzen und konnten beim 7:6 erstmals in Führung gehen. Die daraufhin genommene Auszeit wirkte erstmal: Beim 8:9 in der 19. Minute schien das Team wieder das Heft in der Hand zu haben. Das Strohfeuer währte jedoch kurz, in der verbleibenden Zeit bis zum Ende der Halbzeit rieben sich die Stuttgarterinnen zu sehr in der Abwehr auf und konnten vorne keine Akzente mehrsetzen. So drehte die Heimmannschaft nochmals das Spiel und ging mit einer 10:9 Führung in die Pause.
In der Halbzeitansprache wurde der Fokus daraufgelegt, sich mehr wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen, wieder mehr Ballgewinne zu generieren und im schnellen
Spiel nach vorne in Tore umzumünzen. Das gelang in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit leider gar nicht. Geschwächt durch eine frühe Zwei-Minuten Strafe
mussten die Gäste zwei schnelle Gegentore zum 12:9 hinnehmen, und fanden auch im Anschluss nicht zurück zum eigenen Spiel. Beim Stand von 14:9 in der 31. Minute legte
Trainerin Bianca Sonn dann die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und rief zur kurzen Mannschaftsbesprechung. Durch personelle Umstellungen und eine deutlich
offensivere Ausrichtung in der Abwehr ging auf einmal Ruck durch das Team. Innerhalb von zwei Minuten verkürzten sie den Abstand auf 14:12 und zwangen den
gegnerischen Trainer ebenfalls zur Auszeit. Das konnte den Lauf der Stuttgarterinnen aber nur bedingt unterbrechen, durch ihre offensive und aktive Abwehrarbeit,
erkämpften sie sich Ball um Ball und hatten in der 37. Minute beim Stand von 16:16 durch die Tore von Alea Rexhaj und Helen Streitenberger bereits den Ausgleich
geschafft. Die letzten zehn Minuten des Spiels waren dann ein wahrer Krimi, Team Stuttgart legte ein Tor vor, die heimische Mannschaft glich den Vorsprung aus. Erst
dreieinhalb Minuten vor Schluss waren es beim 20:22 wieder zwei Tore Abstand und die Zeichen standen auf Sieg. Dann der erneute Rückschlag mit einer Zwei-Minuten-Strafe
für die bislang beste Torschützin Alea Rexhaj und Sillenbuch verkürzte auf 21:22. Aber die Team Mädels hielten in der Abwehr und mit einer gut aufgelegten Sophia Oliviera
im Tor dagegen und machten mit dem 21:23 kurz vor Schluss den 3. Sieg in Folge klar.
Nächste Woche treffen die Stuttgarterinnen im der heimischen Flatowhalle auf die ebenfalls noch verlustpunktfreie Mannschaft aus Ditzingen. Die bisherigen Spielverläufe versprechen ein wahres Spitzenduell in der Bezirksliga zu werden.
Es spielten: Sophia Oliviera (im Tor), Antonia Sommer, Lilly Schmidl, Alea Rexhaj, Lanea Wagner, Helen Streitenberger, Jana Strunk, Ellen Haverland, Sophia Vogel, Lea
Szczodrowski.